Wellness Zuhause: Welches Kissen passt zu mir?

Tagsüber muss unser Körper viel leisten. Umso wichtiger ist es, dass wir nachts ausreichend ruhig schlafen und entspannen können in unseren eigenen vier Wänden. Das richtige Kissen für eine angenehme Nachtruhe hilft nicht nur beim Einschlafen, sondern kann auch Verspannungen der Wirbelsäule ganz einfach Zuhause lösen

Kissen ist nicht gleich Kissen. Auch Mensch ist nicht gleich Mensch. Jeder hat andere Bedürfnisse und Vorlieben. Der eine liegt gern höher und härter, der andere gern flacher und weicher. Unter den vielen verschiedenen Kissenarten kann jeder sein perfektes Kissen finden. Das ist wichtig für einen entspannten und erholsamen Schlaf. Wir stellen eine kleine Auswahl an verschiedenen Kissen vor, die sich individuell an die Bedürfnisse der Schlafenden anpassen lassen:

Die gewöhnliche Kissengröße

Die Kissengröße 80 x 80 cm ist wohl in den meisten deutschen Schlafzimmern zu finden. Gefüllt mit Daunen oder Federn, so wie jeder es am liebsten hat. „Dabei ist diese Größe nicht unbedingt optimal“, sagt Andrea Ohlenforst, Fachverkäuferin in einem Bettengeschäft. Das Problem hier: Die Schultern und damit der halbe Oberkörper liegen meist mit auf dem Kissen. Das sei für die Entlastung des Nackens, der Wirbelsäule und ein orthopädisch richtiges Liegen nicht empfehlenswert. Die Wirbelsäule sollte mithilfe des Kissens auch nachts in ihrer natürlichen S-Form lagern. Da viele ihre Schlafposition mehrmals wechseln, sollte auch der Untergrund flexibel sein und die Wirbelsäule immer in einer komfortablen Position halten.

Die gewöhnliche Kissengröße 80 x 80 cm. Foto: Jennifer Adam

Die gewöhnliche Kissengröße 80 x 80 cm. Foto: Jennifer Adam

Nackenkissen mit zwei Lagen

Mit einer Wölbung in der Mitte und herausnehmbarer Lage, lässt sich das Nackenkissen mit zwei Lagen an individuelle Bedürfnisse anpassen und kann sogar Verspannungen der Halsmuskulatur über Nacht lindern. Es ist empfehlenswert für alle, die gerne auf dem Rücken schlafen und dabei nicht zu hoch liegen möchten. „Trotzdem sollte jeder ein Nackenkissen vor dem Kauf testen“, sagt Andrea Ohlenforst. „Eine allgemeine Empfehlung kann man nur schwer aussprechen, weil auch die Matratze und individuelle Bedürfnisse eine Rolle spielen.“

Nackenkissen mit zwei Lagen. Foto: Jennifer Adam

Nackenkissen mit zwei Lagen. Foto: Jennifer Adam

Der Nacken liegt bei diesem 40 x 80 cm großen Kissen in einer Mulde und wird entlastet. Rollen die Schlafenden sich hier zur Seite, liegen sie erhöht und fester. Das ist sinnvoll, um ein Abknicken oder Überstrecken der Halswirbel zu verhindern. Unter dem Bezug befinden sich zwei Latexlagen, die an den Seiten verstärkt sind. Wem die beiden in Kombination zu hart sind, der kann einfach den Reißverschluss öffnen und eine Platte herausnehmen. Aufgrund seiner anatomischen Form ist dieses Nackenstützkissen für Seitenschläfer geeignet.

Herausnehmbare Latex-Lage. Foto: Jennifer Adam

Herausnehmbare Latex-Lage. Foto: Jennifer Adam

Nackenkissen mit Kaltschaum

Wer gerne überall gleich hoch und fest liegt, für den empfiehlt sich das 40 x 80 cm große Nackenkissen gefüllt mit Kaltschaum. Diese Größe ist optimal, da die Schultern gut in die Matratze einsinken können. Der Schlafende liegt hier mit dem Kopf ebenfalls in einer Wölbung, wodurch der Nacken optimal gestützt wird. Dieser besonders schmerzempfindliche Teil unserer Halswirbelsäule trägt die ganze Last des Kopfes und braucht deshalb eine orthopädisch richtig geformte Unterlage. Das Kissen ist empfehlenswert für Rückenschläfer, da der Bereich zwischen Kopf und Schultern durch die Wellenform ausgefüllt ist und den Nacken unterstützt. Auch bei diesem Nackenkissen mit Kaltschaum lässt sich eine Lage entfernen.

Nackenkissen mit Kaltschaum. Foto: Jennifer Adam

Nackenkissen mit Kaltschaum. Foto: Jennifer Adam

Kissen mit auswechselbaren Füllungen

Wer ein anderes Innenleben als Kaltschaum oder Latex bevorzugt, der sollte auf ein Kissen mit auswechselbaren Füllungen zurückgreifen. Wahlweise gibt es sie gefüllt mit einer synthetischen Endlosfaser, Federn oder auch Daunen. „Enthält das Kissen viele Daunen, ist es weicher, aber auch kostspieliger“, erklärt Fachverkäuferin Andrea Ohlenforst. Bei dem unten abgebildeten 40 x 80 cm großen Kissen, entscheidet die Füllung darüber, ob der Schlafende höher oder flacher liegt. Dazu gibt es verschiedene Bezüge, die sich ebenfalls den Bedürfnissen der Schlafenden anpassen, denn auch die klimatisierenden Gegebenheiten eines Kissens sind wichtig. Schwitzt jemand im Schlaf beispielsweise besonders stark, ist ein Bezug empfehlenswert, der wärmeausgleichend und atmungsaktiv ist.

Kissen mit auswechselbaren Füllungen. Foto: Jennifer Adam

Kissen mit auswechselbaren Füllungen. Foto: Jennifer Adam

Dieses Kissen ist mit einer synthetischen Endlosfaser gefüllt. Foto: Jennifer Adam

Dieses Kissen ist mit einer synthetischen Endlosfaser gefüllt. Foto: Jennifer Adam

Kissen zum Ausleihen

„Die Matratze hat einen großen Einfluss auf den Härtegrad des Kissens“, sagt Andrea Ohlenforst. Ist die Matratze beispielsweise hart, liegen die Schlafenden auch auf dem Kissen automatisch ein wenig fester. Ist sie weich, sinken sie weiter ein. „Das muss unbedingt beim Kauf berücksichtigt werden“, erklärt die Fachverkäuferin. In vielen Bettenfachgeschäften kann jedes Kissen getestet werden. Einige Läden bieten sogar gegen eine Leihgebühr an, Kissen mit nach Hause zu nehmen und dort mehrere Tage lang auszuprobieren. Schließlich sollte das individuelle Kissen genau zur heimischen Matratze passen. Ist das Richtige gefunden, steht einem gesunden und entspannten Schlaf nichts mehr im Weg.

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