Massagen für die Entspannung

Massagen gelten als Entspannung überhaupt. Fast jeder Mensch würde von sich selbst behaupten, dass er gut massieren kann und auch jeder hat mindestens schon einmal massiert, egal ob eine andere Person oder sich selbst. Doch ist das wirklich der Fall?

Es gibt viele verschieden Arten von Massagen, unter anderem Gesichtsmassagen, Lomi Lomi Massage, Wettkampfmassage oder eine allseits bekannte Ganzkörpermassage. Doch nur weil jeder massiert heißt es nicht, dass auch jeder massieren kann. Die gelernte Physiotherapeutin Ramona Budde warnt: „Es ist wichtig, dass gelernte Therapeuten massieren, denn nur die verstehen die Anatomie des Menschen und wissen wo die Muskulatur und die Nervenbahnen verlaufen.“ Das heißt wer sich wirklich mit einer Massage erholen will, sollte sich nicht von seinem Partner Zuhause durchkneten lassen, denn das kann mehr schaden, als es wirklich hilft.

Igelbälle für die Entspannung Zuhause

Wer sich trotzdem eine erholsame Massage gönnen und dabei nicht zum Therapeuten laufen will, für den hat die Fachkraft Hoffnung: „Zuhause kann man mit einem Igelball arbeiten. Immer in Kreisbewegungen auf dem Körper entlang. Das entspannt auch und das kann jeder Laie.“ Aber einige Regeln sollte man beachten, damit die Erholung nicht zu Schäden führt. So ist es wichtig, dass der Patient, der massiert wird, immer entspannt liegt und eine Fuß- oder Knierolle hat.

Knierolle

Eine Knierolle für die richtige Position
(Foto: Elisabeth Wontorra)

Beim Beginn einer Massage sollte der Masseur immer auf der rechten Seite anfangen zu massieren, denn dies ist die herzferne Seite. Das ist wichtig, da sich der Körper so auf die Massage einstellen kann. Bei einer Ganzkörpermassage arbeitet man sich immer von einer Extremität zur anderen, sprich erst das eine Bein entlang und dann das andere. Niemals erst ein Bein, dann kurz einen Arm und dann wieder das vorige Bein. Außerdem haben die Hände immer am Körper des Patienten zu sein, auch wenn man von einer Seite auf die andere wechselt. So weiß die Person, dass der Masseur auch wirklich nur mit ihm beschäftigt ist und nichts anderes nebenbei macht und bleibt entspannt.

Die richtige Umgebung ist das A und O

Doch all diese Regeln bringen nichts, wenn nicht das Umfeld stimmt. Nicht nur das entspannte Liegen und die Fuß- oder Knierolle sind wichtig, sondern auch wo man massiert wird und welche Geräusche auf einen einwirken.

So sollte man einen Raum benutzen, der eine angenehme Temperatur hat. 21°C bis 23°C sind dafür die richtige Temperatur. Zudem sollte der Raum vorher gut durchgelüftet worden sein und ein gedämpftes Licht sorgt für eine wohlige Atmosphäre. Störende Geräusche sollte man vermeiden, damit der Massierte dauerhaft entspannt bleibt. Daher sollten Handys lautlos gestellt sein. Je nach Geschmack kann Musik gespielt werden, zu der sich der Patient entspannen kann oder es herrscht angenehme Ruhe. Auch Gespräche sollten weitestgehend eingestellt werden, damit sich ganz auf die Entspannung konzentriert werden kann.

Entspannung durch Gesichtsmassagen

Zur Entspannung können auch Gesichtsmassagen angewendet werden. „Man sollte im Gesicht immer mit pH-neutraler Lotion und niemals mit Öl massieren“, erklärt Ramona Budde.

Massagecreme

Immer Massageöl verwenden,nur das Gesicht braucht eine Lotion
(Foto: Elisabeth Wontorra)

Jede Massagebewegung der Finger wird während der gesamten Gesichtsmassage in einer Kreisbewegung ausgeführt. So fängt man immer an der Stirn an und geht Richtung Ohren. Anschließend werden die Hände wieder an die Stirn gelegt und erneut in kreisförmigen Massagebewegungen zu den Ohren geführt. Diesen Vorgang wiederholt man fünf bis sieben Mal. Dann massiert man von der Nase über die Augenbrauen und legt die Hände wieder zurück an den Anfangspunkt an der Nase. Nun nimmt man die Mittelfinger und geht an der Nasenwurzel beidseitig runter. Dieser Vorgang wird einmal wiederholt. Dann arbeiten Zeige-, Mittel- und Ringfinger zusammen zwischen Nase und Mund über die Wangen Richtung Hals. Auch dieser Vorgang wird in langsamen Kreisbewegungen wiederholt. Danach legt man die Hände wieder an die Stirn und streicht langsam Richtung Hals. Anschließend massiert man den unteren Gesichtsbereich und den Anfang vom Hals. Dann geht man leicht ins Dekoltee und massiert dort. Abschließend streicht man noch einmal von der Stirn nach unten aus. Ausstreichen bedeutet dabei mit den flachen Händen nach unten zu streichen.

Massagen beim richtigen Therapeuten

Wem allerdings eine Gesichtsmassage oder Körpermassagen mit einem Igelball nicht reichen und bei richtigen Massagen entspannen will, der sollte sich in einer Praxis einen Termin geben lassen. „Jeder sollte regelmäßig Massagen haben, um eine dauerhafte Wirkung zu erzielen, denn wir nehmen im Alltag eine falsche Haltung an“, empfiehlt Ramona Budde. Mit dieser Regelmäßigkeit bleiben die Muskeln länger entspannt und man fühlt sich wohler. Außerdem kann man sich so immer auf den nächsten Massagetermin freuen, der für diesen Zeitpunkt den ganzen Stress des Alltages vergessen lässt und der einem einen Hauch Wellness gibt.

Bei uns findest du weitere Massagen, unter anderem Hand– und Kopfmassagen.

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